Nachdem die börsengehandelten Rohölpreise in den letzten Wochen stark nachgegeben hatten, scheint sich nun die Richtung langsam wieder etwas zu drehen. Mehr und mehr treten wieder die geopolitischen Konflikte auf der Welt in den Fokus. Neben schleppenden Verhandlungen um die Ukraine ist aktuell auch wieder der Konflikt im Nahen Osten neu aufgeflammt und lässt die Anleger eine gewisse Risikoprämie einpreisen.
Spannungen im Nahen Osten nehmen wieder zu
Erst am Wochenende hatten die USA massive Angriffe gegen die vom Iran gestützte Huthi -Miliz im Jemen gestartet und gleichzeitig klar gemacht, dass man Teheran für vorangegangene Angriffe der Huthi auf amerikanische Anlagen im Roten Meer verantwortlich mache. Und nun sieht es so aus, als gehöre auch der Waffenstillstand im Gaza-Streifen der Geschichte an, denn Israel hat heute morgen heftige Angriffe in der Region durchgeführt.
Die Hamas warf Israel nach den Angriffen den Bruch der Waffenruhe vor. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begründete die Angriffe mit der Weigerung der Hamas, die restlichen 59 Geiseln freizulassen, die noch in der Gewalt der Organisation sind, und sämtliche Vorschläge für eine längerfristige Waffenstillstand abzulehnen. Mit dem heutigen Angriff ist ein dauerhafter Frieden in der Region wohl erst einmal wieder in weite Ferne gerückt.
Ukraine-Gespräche zwischen Trump und Putin
Möglicherweise gelingt es heute allerdings in einem anderen Kriegsgebiet, den Weg für einen Waffenstillstand zu bereiten, denn angeblich soll es heute ein Gespräch zwischen Donald Trump und Wladimir Putin geben. Der US-Präsident will seinen neuen russischen Freund davon überzeugen, dem Vorschlag zu einer 30-tägigen Waffenruhe, den die USA und die Ukraine letzte Woche vorgelegt hatten, doch noch zuzustimmen. Trump hatte im Vorfeld angekündigt, im Notfall den Druck auf Russland zu erhöhen und die Sanktionen weiter zu verschärfen.
Inlandspreise
An den Ölbörsen sind die Preise damit heute auf den höchsten Stand seit zwei Wochen geklettert, da die Anleger eine erhöhte Risikoprämie einpreisen. Dies macht sich auch bei den Inlandspreisen bemerkbar, die heute erneut etwas höher liegen als am Vortag. Im Vergleich zu Montagmorgen müssen sich Verbraucherinnen und Verbraucher heute auf Preissteigerungen von +0,10 bis +0,40 Euro/100 Liter gefasst machen.
Source: Futures-Services