Die Aufwärtsbewegung an den internationalen Ölbörsen, die sich in den letzten Tagen abgezeichnet hatte, ist inzwischen schon wieder Geschichte. Das Aufwärtspotenzial für die börsengehandelten Ölpreise bleibt begrenzt und so geben heute auch die Heizölpreise wieder ein Stückchen nach.
Teilerfolg oder Nullnummer? – Telefonat zwischen Trump und Putin
Die Ölpreise waren gestern schon vor dem Telefonat zwischen Donald Trump und Wladimir Putin gesunken. Danach kamen sie weiter unter Druck. Obwohl es keine Einigung auf eine Waffenruhe gab, verständigten sich beide Seiten darauf, Angriffe auf Energie-Infrastrukturen auszusetzen. Auch die Ukraine signalisierte Zustimmung. Am Ölmarkt vermutet man, dass damit das global verfügbare Ölangebot steigen könnte, was wiederum die Preise drückte.
Bis zu einem echten Frieden ist der Weg aber ganz offensichtlich noch sehr weit, denn der Kreml machte in dem etwa zweistündigen Telefonat keinerlei Zugeständnisse. Statt dessen forderte Moskau die Einstellung jeglicher Militär- und Geheimdienstunterstützung für die Ukraine. Marktbeobachter fürchten, dass Putin die USA nur hinhält und kein echtes Interesse an einem Waffenstillstand hat.
Donald Trump lobte sich und seine Strategie unterdessen auf die gewohnte Art und sprach davon, dass man „schnell an einem vollständigen Waffenstillstand und letztendlich an einem Ende dieses wirklich schrecklichen Krieges zwischen Russland und der Ukraine arbeiten“ werde. Unterdessen hat Russland seine Luftangriffe auf die Ukraine fortgesetzt.
Inlandspreise
Dennoch bleibt an den Ölmärkten die Hoffnung auf eine Befriedung der Region bestehen, die im Gegenzug die Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen gegen Russland bedeuten könnte. Entsprechend bleiben die Ölpreise heute unter Druck und auch im Inland können sich die Verbraucherinnen und Verbraucher wieder über Abschläge von -0,50 bis -0,80 Euro/100l im Vergleich zu Dienstagvormittag freuen.
Source: Futures-Services